Liebe Freunde der Lessing-Hochschule
zu Berlin,
von den ersten Veranstaltungen, welche die Lessing-Hochschule
nach ihrem Umzug an neuer Wirkungststätte im „Haus der
Weiterbildung“ durchführte, fanden vor allem jene Angebote
gute Resonanz, die, neben der einführenden Vorlesung oder dem
Seminar auf ein zusätzliches „Ereignis“ abzielten:
eine Theateraufführung, ein Konzert, eine Leseperformance, ein
gemeinsamer Theaterbesuch. Viele Teilnehmer begründeten ihr
besonderes Interresse an solchen „mehrdimensionalen“ Veranstaltungsangeboten
damit, dass sich hier ganz unprätentiös Gelegenheit zum
Kennenlernen biete, zum Gedankenaustausch über das Geschaute
und Gehörte mit anderen Beteiligten.
Wir haben im neuen Jahresprogramm versucht, neben der inhaltlichen
Schwerpunktsetzung (Mensch und Technik, Wissenschaft und gefährdete
Welt; Alter und Altern in der modernen Gesellschaft) diesem Aspekt
der sozialen Begegnung und der Attraktivität „aushäusiger“,
gleichsam „ambulanter“ Kulturerfahrung bewusst mehr Raum
zu geben. Diesem Anliegen tragen besonders die vielfachen Theater-
und Konzertangebote in Berlin und Potsdam, aber auch die Museumsbesuche
(vgl. Seite 47), die Lesungen und Performances Rechnung. Ungewiss
ist gegenwärtig noch, ob es im laufenden Jahr möglich sein
wird, eine der geplanten Studienbegleitreisen („Der Ort zum
Gedanken“) durchzuführen. Ggf. werden Sie hierzu eigens
informiert. Für die Theaterbesuche empfiehlt sich eine möglichst
frühzeitige Anmeldung. Nur so sichern wir uns ein kostengünstiges
Kartenkontingent mit guten Mitteplätzen.
Wir wollen mit unseren Schwerpunktsetzungen ein Thema nicht erschöpfen,
sondern Neugier und Bereitschaft für längerfristige, vertiefende
Beschäftigung wecken. Das gilt in besonderem Maße auch
für die Schwerpunktthemen des neuen Studienjahres, bei denen
wir ja gewissermaßen auf alte Bekannte treffen: Die Fukushima-Erfahrung
hat die Frage danach, welche Wagnisse der Technik der Mensch eingehen
darf und was politsche Verantwortung angesichts katastrophennah operierende
Großtechnik bedeutet, nur dringlicher gemacht. Auch mit noch
so viel punktgenauem Expertenwissen – welches gewiss unverzichtbar
ist! – meistern wir weder verlässlich die großen
menschheitsgeschichtlichen Herausforderungen, noch überwinden
wir die Nötigungen und Kränkungen, die das unhintergehbare
Gesetz des Alterns der je eigenen Biografie einschreibt. Wie Hegel
wusste, ist der Mensch, was er als Mensch sein kann und sein soll,
erst durch Bildung. Der Ungebildete aber ist verurteilt, als Karikatur
seiner selbst zu existieren ...
Hier setzt der – stets unzulängliche – Beitrag an,
den eine Bildungseinrichtung wie die Lessing-Hochschule für
die Gesellschaft erbringen kann – und den sie schuldet!
Viel Freude und Gewinn beim Vertiefen Ihrer Bildungserfahrungen
wünscht Ihr Bernd Guggenberger
(Rektor der Lessing-Hochschule zu Berlin)
Anmeldungen erfolgen über das Servicebüro
im „Haus der Weiterbildung“, Telefon 902 99 50 20.
Öffnungszeiten Servicebüro:
Mo – Do: 10 – 13 Uhr, Do:
16 – 19 Uhr
Die Seminare finden in der Regel im „Haus der Weiterbildung“,
VHS Steglitz-Zehlendorf, Goethestr. 9 – 11 in 12207 Berlin
(Lichterfelde) statt; Abweichungen sind angegeben.
|