Veranstaltungen Juli 2011 bis Juli 2012
Transitionen
Anmeldungen erfolgen über das Servicebüro
im „Haus der Weiterbildung“ Die Seminare finden in der Regel im „Haus der Weiterbildung“,
VHS Steglitz-Zehlendorf, |
Zur Semestereröffnung – / TRANSITIONEN / – Musikalisch-reflektorische Abendunterhaltungen geführt von: Termin: Freitag, 23.9.2011, 20 Uhr |
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Das Neue Palais in Potsdam
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Theaterbesuch in Potsdam (4. September 2011) „Es ist nicht mein Vorsatz, eine genaue Beschreibung von diesem
prächtigen Palaste zu geben; ich will nur anmerken, daß er
mir einer der elegantesten und vollkommensten geschienen, die ich in
ganz Europa gesehen habe. Das
Neue Palais im Park Sanssouci in Potsdam beherbergt neben prächtigen
Festsälen, den Wohnungen der königlichen Familie, Musik- und
Konzertzimmern, auch das Schlosstheater Friedrich II., zwischen 1763
und 1769 von Carl von Gontard nach Plänen des Königs erbaut,
befindet sich das Theater im südlichen Flügel des Schlosses.
Der Zuschauerraum gleicht einem Amphitheater und ist in der Anmutung
eines barocken Gartensalons mit vergoldeten Palmen, Skulpturen, Trophäen
und Musikinstrumenten dekoriert. Seit 2008 findet jährlich vom Mai bis September der Barocke Theatersommer
Sanssouci im Schlosstheater statt. Wiederentdeckte Stücke des Theaterrepertoires
des 18. Jh. kann man hier, am historischen Ort, in einer unterhaltsamen
Bühnenhandlung neu erleben. Dozenten: Dr. Christian Knudsen Einstimmung auf das Theater:
16.00 – 17.30 Uhr La
fête champêtre: Ein Theaterfest auf
dem Lande |
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Georges Bizet |
Dozent: Dr. Christian Knudsen „opera operata“ Ein Gemeinschaftsprojekt mit der Komischen Oper zu Berlin CARMEN Wer ein rechter Opernmacher sein will, sucht das
Gespräch mit dem
kritischen Zuschauer. Aus diesem Grunde lädt die Komische Oper zu
Berlin die Lessing-Hochschule zur weiteren Vertiefung der akademischen
Zusammenarbeit ein. „opera operata“ reflektiert die vielfältigen
operativen Prozesse, die ein musiktheatralisches Werk von der ersten
kreativen Idee des Librettisten und Komponisten bis hin zur ultimativen
Bühnenaufführung durchläuft. Der kooperative Diskurs im
Rahmen unseres Vorhabens umfasst – neben einer gründlichen
Werkeinführung – das Gespräch mit Dirigent, Regisseur,
Bühnenbildner und Dramaturg, eine Besichtigung der Kulissen sowie
das kritische Gespräch nach der Vorstellung, woran auch die Sänger
und Schauspieler beteiligt sind. Sonntag 13.11.2011, 12 Uhr Werkeinführung der Lessing-Hochschule Samstag 21.01.2012 – Komische
Oper Berlin |
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Theaterbesuch in Potsdam: „Friedrich
300“ Am 24.1.2012 jährt sich zum 300. Mal der Geburtstag
Friedrich II.. Dozenten: Dr. Christian Knudsen, Christine Jaschinsky
Theaterbesuch am 19.5.2012 Der Operndirektor Das wechselvolle Verhältnis des Preußenkönigs
zur Oper wird gespiegelt in einem komischen Intermezzo, das bereits 1748
im Schloßtheater
zu Potsdam aufgeführt wurde. |
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Dozent: Prof. Dr. Günther W. Bien Was ist der Mensch? Die ägyptische Sphinx, so erinnerte Hegel einen alten Mythos, stellte die bekannte Rätselfrage: Wer ist es, der morgens auf vier Beinen geht, mittags auf zweien und abends auf dreien? Ödipus habe das einfache Entzifferungswort gefunden, dass es der Mensch sei, und er habe damit die Sphinx vom Felsen gestürzt, d.h. er habe damit den Stand des vorgriechischen und vorphilosophischen Bewusstseins überwunden. „Die Enträtselung des Symbols liegt in der an und für sich seienden Bedeutung, dem Geist, weshalb die berühmte griechische Aufschrift dem Menschen zuruft: Erkenne dich selbst!« (Hegel). Diese Aufforderung des Delphischen Gottes: »Erkenne dich selbst!« steht nicht nur geschichtlich am Anfang der europäischen Philosophie, auch in systematischer Hinsicht gilt: In der Frage nach dem Menschen »konzentrieren« sich alle Fragen der Philosophie in »weltbürgerlicher Bedeutung«, wie Kant zu sagen pflegte, d. h. insofern diese nicht nur als eine Fachwissenschaft unter anderen Fachwissenschaften, sondern als »Weisheitslehre« betrieben wird. Kant hat darin die praktische, den lebendigen und reflektierenden Menschen unmittelbar angehende Bedeutung der Philosophie gesehen. Er hat sämtliche Themen der Philosophie in dieser weltbürgerlichen, auf den Lebenszweck des Menschen bezogenen Bestimmung auf folgende Grundfragen gebracht: 1. Was kann ich wissen? Die erste Frage, schreibt Kant, beantwortet die Metaphysik (wir können hinzusetzen: die Wissenschaftstheorie, die Erkenntnislehre und die Logik); die zweite behandelt nach ihm die Moral, die dritte Frage sei Gegenstand der Religion (oder auch der Religionsphilosophie). Kant hat dann noch als vierte Frage angefügt: Was ist der Mensch? Diese vierte Frage, schreibt er, sei Gegenstand der Anthropologie. Wichtig ist nun der Zusammenhang, den er zwischen diesen vier Fragen herstellt: »Im Grunde könnte man aber alles dieses zur Anthropologie rechnen, weil sich die drei ersten Fragen auf die letzte beziehen«. – Es war die einhellige Meinung von Sokrates, Platon und Aristoteles, den Vätern der europäischen Philosophie, dass ein nicht im Gehorsam gegenüber dem Gebote des Gottes »Erkenne dich selbst!« kritisch geprüftes Leben für den Menschen nicht lebenswert ist. Ein unverzichtbares Element in dieser Prüfung ist auch ein begründetes, wenngleich immer rudimentäres Wissen davon, was der Mensch sei, um dessen Leben es geht. Textgrundlage: 8 Termine dienstags 16.15 – 17.45 Uhr |
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Dozent: Prof. Dr. Günther W. Bien Nachdenken über die Zeit Was machen wir mit der Zeit? Was macht die Zeit mit
uns? Zeit brauchen, Zeit haben, sich Zeit lassen, jemandem Zeit schenken
oder sie ihm stehlen, in Zeitnot sein: alltägliche Situationen, die jeder kennt und versteht.
Und doch scheint die Zeit gar nicht so selbstverständlich zu sein.
Denn schon seit der Antike sind die Zeit, ihr Vergehen und ihre Ungreifbarkeit,
ihre Endlichkeit und Unendlichkeit zentrale Themen des menschlichen
Nachdenkens gewesen. Wie also haben Philosophen versucht, die Zeit zu
interpretieren? Welche Konsequenzen hatten die verschiedenen Konzepte?
Wie erleben wir alltäglich und lebensgeschichtlich die Zeit? Was
also ist Zeit? Gäbe es sie überhaupt, wenn es keine Menschen
gäbe, die sie messen und über sie nachdenken? Und – wenn
es sie unabhängig von uns gibt, seit wann gibt es sie? Wie spät
war es am Anfang? 3 Termine, dienstags
18.15 – 19.45 Uhr |
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Dozent: Prof. Dr. Christian Knudsen „Wenn ich auch so beredt wäre wie Demosthenes, so würde ich doch nicht mehr als ein einziges Wort dreimal wiederholen müssen. Vernunft ist Sprache – Logos – an diesem Markknochen nag‘ ich und werde mich zu Tod drüber nagen“. Angeregt von dieser genialen Intuition des philosophischen Sonderlings Johann Georg Hamann (1730-1788), der als enger Vertrauter Immanuel Kants zu den allerersten Lesern der „Kritik der reinen Vernunft“ gehörte und unverzüglich gegen das Ideal einer „von den Muttermälern der Sinnlichkeit“ gereinigten Vernunft seine „Metakritik über den Purismum der Vernunft“ verfasste – angeregt auch von dem Spitzensatz dieser „Metakritik“, wonach „die Sprache, das einzige und letzte Organon und Kriterion der Vernunft“ sei, umkreisen wir in dem Kurs die natürlichen, moralischen und künstlerischen Konstitutionsbedingungen des landläufig so definierten vernünftigen Lebewesens „Mensch“ und finden diese in den teils offen zu Tage liegenden, teils verborgenen Gegebenheiten der menschlichen Sprache. Auf die Spur bringen uns dabei kleine Texte von Platon, Aristoteles, Wilhelm von Humboldt, Ludwig Wittgenstein, Ernst Tugendhat u.a.. 7 Termine
montags 16.15 – 17.45 Uhr |
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Dozent: Prof. Dr. Bernd Guggenberger Große Bücher - wiedergelesen Lewis Mumford, Wissenschaft und Technik sind zur ersten, zur alles bestimmenden
Lebensmacht moderner Gesellschaften aufgestiegen. Was menschlicher
Geist ersonnen und geformt hat, wirkt längst formend und vorbildgebend
auf ihn zurück: Der Mensch verändert die Technik, und die
veränderte Technik verändert den Menschen. 6 Termine mittwochs 16.15 – 17.45
Uhr, |
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Dozent: Prof. Dr. Günther W. Bien Wie gewinnt man die Seelenruhe Der stoische Philosoph Epiktet (ca. 50 – 130 n. Chr.)
gilt durch sein Leben und seine Lehre als ein Muster weiser Lebensführung.
Seine Anweisungen zu einem glücklichen Leben sind zusammengefasst
im „Handbüchlein der Moral“ (um ca. 100 n. Chr. von
seinem Schüler Arrian niedergeschrieben). Das Leitwort Epiktets, „Ertrage
und entsage!“, bedeutet die erdachte und erprobte Lebensweisheit
der von jedwedem äußeren Schicksal völlig unbeirrten
heiteren Gemütsruhe sowie der gänzlichen Unbestimmbarkeit menschlichen
Fühlens, Wollens und Wirkens durch ungebändigte Triebe und
Affekte: kurz, die stoische Ataraxie und Apathie, also die Ruhe der Seele.
Ausgangspunkt der Überlegungen über die richtige Daseinsgestaltung
ist die Unterscheidung der Dinge, die in unserer Gewalt stehen, und solcher,
die in nicht unserer Gewalt sind. Was nicht in unserer Gewalt steht,
und was man nicht ändern kann, das soll der Mensch in Ruhe und Gelassenheit
hinnehmen. 8 Termine dienstags 16.15 – 17.45
Uhr |
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Dozent: Prof. Dr. Norbert Kapferer Das Bild des Islam und Von den frühesten Zeugnissen christlicher Kommentatoren und mittelalterlicher Kirchenväter über die Urteile der Reformatoren und neuzeitlichen Aufklärer bis zur Gegenwartsphilosophie und -theologie. Ob der Islam zur europäischen oder deutschen Kultur gehört,
darüber wird hierzulande lautstark gestritten. Ein Blick in die
Geschichte scheint deshalb von Nöten, um dieser Auseinandersetzung
ein Fundament zu geben. Programm: 10 Termine:
montags 16.15 –17.45 Uhr |
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Der Tanz um das Goldene Kalb |
Dozent: Prof. Dr. Norbert Kapferer Philosophie des Geldes Phänomenologische Erkenntnisse über ein „physisch-metaphysisches Ding“ in Anbetracht der Finanzkrise „Keine Zeile dieser Untersuchungen ist nationalökonomisch
gemeint.“ Mit diesem berühmten Satz distanzierte sich der
Philosoph und Soziologe Georg Simmel in seiner im Jahr 1900 erschienenen
Studie „Philosophie des Geldes“ von der landläufigen
Meinung, das Thema Geld sei ausschließlich Sache der Wirtschaftswissenschaften.
Insofern diese nämlich nur die Erscheinungsformen, Funktionen und
Mutationen des Geldes und der Geldwirtschaft betrachten, entgeht ihnen
die metaphysische Tiefendimension dieses Phänomens, die wahrhafte
Natur „dieses Dinges“ und die es umgebende geheimnisvolle
Aura. Themen im einzelnen: 7 Termine freitags 18.00 – 19.30 Uhr |
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Byung-Chul Han |
Dozent: Dr. Christian Knudsen Das Buch auf dem Prüfstand: Für den Philosophen Byung-Chul Han, der wie Peter Sloterdijk
an der Staatlichen Hochschule für Gestaltung in Karlsruhe lehrt,
vollzieht sich derzeit unbemerkt ein Paradigmenwechsel. Die Gesellschaft
einer sich gegen externe Feinde abschirmenden Negativität weicht
einer Gesellschaft, die von einem Übermaß an interner Positivität
beherrscht wird und deren Mitglieder durch den permanenten Zwang zur
Selbstentfaltung zunehmend in die Paralyse der Erschöpfung getrieben
werden. Han’s Analyse mündet in die Vision einer Gesellschaft
mit der Chance auf produktive Müdigkeit: „Die Erschöpfungsmüdigkeit
ist eine Müdigkeit der positiven Potenz. Sie macht unfähig,
etwas zu tun. Die Müdigkeit, die inspiriert, ist eine Müdigkeit
der negativen Potenz, nämlich des ‚nicht-zu’. Heilig
ist nicht der Tag des ‚um-zu’ sondern der Tag des ‚nicht-zu’,
ein Tag, an dem der Gebrauch des Unbrauchbaren möglich wäre.
Er ist der Tag der Müdigkeit.“ Zur Anschaffung und Lektüre
empfohlen: 4 Termine montags 18.00 – 19.30
Uhr |
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Dozent: Prof. Dr. Bernd Guggenberger Was ist „schön“, Eines der großen Lebensrätsel lautet: Warum ist der Mensch
ein schönheitswahrnehmungsfähiges Wesen? Wie kommt es, dass
schon ein kleines Kind zwischen „schön“ und „nicht-schön“ unterscheiden
kann – und welche Folge hat dieses rätselhafte Vermögen
für die Evolution des Sozialen, wie für die Entwicklung
der künstlerischen und kulturellen Fähigkeiten des Menschen,
ja sogar für seinen wissenschaftlichen und technischen Erkenntnisweg? Die Veranstaltung beginnt am 09.11.2011, um 16.00 Uhr mit einem umfassenden Einführungsvortrag („Die soziale Macht der Schönheit“), der auch einzeln belegt werden kann. 4 Termine mittwochs 16.15 – 17.45
Uhr, |
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Dozentin: Dr. Sibylle Plunger Das Phänomen des Alters Die französische Schriftstellerin und Philosophin
Simone de Beauvoir (1908 – 1986) hat sich in ihrem berühmten
Essay über das Alter eingehend mit dieser spezifischen Lebensphase
befasst. Sie griff stets dann zur Feder, wenn Probleme sie direkt berührten.
Zum Zeitpunkt des Erscheinens ihres Werkes im Jahre 1970 war Simone de
Beauvoir zweiundsechzig Jahre alt; nicht zuletzt wendet sie, die Ältergewordene,
mit ihren Analysen den Blick auf eine Daseinswirklichkeit, welche
bereits ihrer eigenen entspricht. Eine Philosophie, die nicht auf lebendiger
Erfahrung beruht, lehnt die Existentialistin zeitlebens ab. Demgemäß erweitert
sie die existentialistischen Grundfragen um die von den Existentialisten
eher vernachlässigte Kategorie des Handelns. Fragen der ethischen
Reflexion einerseits und des moralischen Handelns andererseits nehmen
in diesem Denken einen breiten Raum ein. Im zweiten Abschnitt des Buches
erfahren wir Aufschlussreiches über das Alter als gelebte Erfahrung.
Alter wird nun nicht mehr allein als ein biologisches Faktum begriffen.
Hilfreich ist hier die Vielzahl an faszinierenden Zeugnissen über
individuelle Konfrontationen mit dem Alter aus der Literaturgeschichte
(u. a. finden wir Verweise auf Goethe, Tolstoj und Victor Hugo), derer
sich die Autorin reichlich bedient. 9 Termine montags 10.45 – 12.15
Uhr |
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Dozentin: Dr. Sibylle Plunger Wer soll, wer darf entscheiden, Ausgewählte Fragestellungen der Bioethik Mit dem Begriff „Bioethik“ lässt sich
jener Teilbereich der Ethik bezeichnen, der sich moralischen Problemen
im Umgang mit Lebensphänomenen zuwendet. So beinhaltet er u.
a. die medizinische Ethik, die Tierschutzethik und große Teile
der ökologischen Ethik. 9 Termine montags 14.15 – 15.45 Uhr |
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Dozent: Dr. Andreas Meier Machen wir die Hölle zu? Können wir Menschen ohne die Annahme leben, dass es
eine Hölle gibt? Gibt es Kulturen ohne Höllenvorstellungen?
Gehören Massenmörder wie Hitler, Mao und Stalin in die Hölle? „Wenn
Hitler in die Hölle kommt, werde ich das im Unterhaus offiziell
begrüßen“, kündigte Churchill 1941 an. Entspricht
die Hölle dem „Reich des Bösen“, gegen das der
letzte US-Präsident politisch ankämpfte? 6 Termine: Montag 04.10., 16.00 –18.00 Uhr, |
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Dozent: Dr. Christian Knudsen Ein Dichter wettet aufs Leben. Am 21. November 1811 nahm sich der vierunddreißigjährige
Heinrich von Kleist in Kohlhasenbrück am Wannsee das Leben und besiegelte
damit die Verwegenheit und Seriosität seines künstlerischen
Schaffens. In den exakt zweihundert Jahren, die uns zeitlich von dieser
außerordentlichen Begebenheit trennen, sind die poetischen Grundimpulse
Kleists nicht nur nicht veraltet, sondern sie können geradezu erst
heute – unter den komplexen Bedingungen einer Weltrisikogesellschaft
(Ulrich Beck) – ihre ungeheuerliche Zündkraft entfalten. Mindestens
drei repräsentative Texte aus je verschiedener Gattung dienen uns
zur Probe aufs Exempel:
7 Termine
dienstags 18.15 – 19.45 Uhr |
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Dozent: Mag. Alain Michel „Theater von innen" Der Kurs „Theater von innen“ wendet sich an Hörerinnen und Hörer, die den Produktionsprozess des Schauspiels an einem praktischen Beipiel kennenlernen möchten. Dabei geht es nicht darum, Szenen zu stellen oder zu spielen. Vielmehr soll versucht werden, anhand eines Zweipersonenstücks der Gegenwart, „Bildung für Rita“ von Willy Russel, eine darstellerische Haltung einzunehmen. Dies bedeutet, einen persönlichen Bezug zu einer Situation, einem Vorgang und schließlich einer Figur herzustellen. 8 Termine, donnerstags
10.45 – 12.15 Uhr |
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Dozent: Prof. Dr. Günter Erbe Schriftsteller der „inneren Emigration“. Gegenstand der Veranstaltung sind Autoren, die im Dritten
Reich schrieben und veröffentlichten, ohne sich vom NS-Regime vereinnahmen
zu lassen. Mit Eugen Gottlob Winkler (1912 – 1936) gilt es, das
exemplarische Werk eines jung verstorbenen Dichters zu entdecken, das
bis heute seinen Rang behauptet hat. 6 Termine, freitags
16.15 – 17.45 Uhr |
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Dozent: Dr. Günter Gerstberger Arbeit am Jenseits– Was wir auch tun und lassen – es bleibt ein Ungenügen.
Wie wir auch leben – solange wir leben –, etwas scheint immer
zu fehlen. Ablauf: Teilnehmerentgelt: 34,80
Euro, erm.: 20,40 Euro |
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Dozentin: Prof. Dr. Barbara Breysach Faszination Mitteleuropa:
1. Wien: Arthur Schnitzler – Traumnovelle 10 Termine: |
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Dozent: Dr. Christian Knudsen Dionysos In der Geschichte der Menschheit finden wir wohl
kaum eine mythologische Figur, die auf derart komplexe Weise ihre
Energie auf die verschiedenen Sphären von Kultus, Dichtung, Philosophie und Kunst ausgestrahlt
hat wie die Gestalt des Dionysos samt Gefolge aus Mänaden, Satyrn
und Nymphen. Dieser Dionysos war einer der beliebtesten und rätselhaften
Götter der Griechen, und auch die Moderne hat sich von ihm mehr
faszinieren lassen als von jedem anderen Gott der Antike. Als Sohn
des Zeus und der thebanischen Königstochter Semele bildete er
bereits durch seine Abstammung eine Ausnahme unter den Olympischen
Göttern. Zu seinen zentralen Wirkungsbereichen gehörten der
Wein und die Ekstase, oft verbunden mit Musik, Tanz und ausgelassener
Sexualität, aber auch die Maske und das Theater. Als Mysteriengott
versprach er zudem Seligkeit im Jenseits. 5 Termine montags 18.00 – 19.30 Uhr Den Abschluss des Kurses bildet ein Besuch der Oper „Dionysos“ von Wolfgang Rihm am 10. Juli 2012 in der Staatsoper Berlin (Schillertheater). Text: Wolfgang Rihm nach den Dionysos-Dithyramben von Friedrich Nietzsche; Musikalische Leitung: Ingo Metzmacher; Bühnenbild: Jonathan Meese. Ein Dramaturgengespräch ist zugesagt. Da die Karten
zu dieser international gefeierten Produktion der Salzburger Festspiele
2010 äußerst
begehrt sind, ist eine Voranmeldung bei Dr. Christian
Knudsen (Tel.
030-8324484 – |
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Johanna Wech |
Dozentin: Johanna Wech Theaterabend an der Lessing-Hochschule Bettina von Arnim und Goethe – Eine Einführung Sagt, geht es euch nicht auch so, Johanna Wech ist Referentin für Zeitgeschichte im Bundeskanzleramt.
Als Autorin und zugleich Schauspielerin ihres eigenen Werkes: GOETHES
UNGELIEBTER ENGEL … EINE STAATSFEINDIN?, spielt sie Bettina von
Arnim, einen Feuergeist, der bald verzweifelt, bald übermütig
zwischen Romantik und Revolution schwankt. Verfolgt von des Königs
Ministern, beflügelt von Goethe im Dichterhimmel, berauscht von
Beethovens Musik, dichtet Bettine, komponiert, schreibt und wird unversehens
zur Vorkämpferin unserer Demokratie ... Termin: Donnerstag 17.11.2011, 19.00 – 21.00
Uhr |
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Dozent: Prof. Dr. Günter Erbe Das Verschwinden der „großen Dame und der Niedergang der „großen Welt" in Paris, Berlin, London und New York zwischen 1900 und 1930 Der Begriff der großen Dame bezieht sich in der Regel auf eine Frau mit Prominentenstatus, die in bestimmten gesellschaftlichen Kreisen hohes Ansehen genießt. Durch ihr Alter besitzt sie gegenüber jüngeren Damen eine besondere Aura, die sie nicht nur als ältere, sondern als große Dame erscheinen lässt. Sie wird als Repräsentantin ihrer Generation wahrgenommen, ihr Ableben oft als gleichbedeutend mit dem Dahinschwinden eines bestimmten Frauentyps angesehen. Das Aussterben der Spezies der großen Dame und ihres gesellschaftlichen Umfeldes signalisiert einen grundlegenden Wandel in Geschmacksbildung, kultureller Traditionspflege und Repräsentation. Zur Illustration werden Mode- und Gesellschaftsjournale, Selbstzeugnisse, Biographien, belletristische Werke, Fotografien sowie Filme herangezogen. 5 Termine:
freitags 15 –17 Uhr |
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Dozentin: Dr. Ulrike Müller-Hofstede Renaissance und Barock Das Bode-Museum auf der Museumsinsel besitzt eine weltweit einzigartige Sammlung italienischer, französischer, spanischer und deutscher Skulptur. Vor Ort werden wir uns exemplarisch einige der Meisterwerke ansehen und überlegen, welche funktionalen und künstlerischen Interessen sich mit diesen Zeugnissen einer Hochkultur in Renaissance und Barock verbinden. Vermittelt werden Epochenbegriffe, Thementradition, ein Bewusstsein für die Qualität der Werke und ein aufmerksames Sehen und Beobachten von Details, die regionale und stilistische Unterschiede deutlich machen. 9 Termine freitags 16.15 – 17.45 Uhr |
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Dozent: Dr. Christian Knudsen Johann Sebastian Bach (1685 – 1750) „Das ist doch etwas, aus dem sich etwas lernen lässt“,
rief der junge Mozart aus, als er in der Thomaskirche zu Leipzig mehr
oder weniger zufällig eine Bach-Motette zu Gehör bekam – und
nicht zuletzt aufgrund dieses Erlebnisses setzte er sich, je älter
er wurde, desto intensiver mit der einzigartigen Bachschen Kunst des
Kontrapunkts auseinander. Was schon für Mozart Inspiration
und Ansporn war, bringt uns bis heute zum Staunen und Nachdenken. 5 Termine mittwochs 18.00 – 19.30
Uhr |
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Dozentin: Dr. Sibylle Plunger Alter und Altern in der heutigen Gesellschaft. Jeder von uns hat große Chancen, das 80. Lebensjahr zu erreichen.
Ein Drittel unserer Lebenszeit verbringen wir – und das ist bereits
die Norm – als ältere und alte Menschen. Somit ist das Alter
keineswegs ein Problem, das nur einen Teil unserer Bevölkerung
betrifft: Denn Altern geht uns alle an, alt werden wir alle. Wer wir
letztlich im Alter sind und wie wir unser Alter leben, ist das Resultat
eines lebenslangen Prozesses. 9 Termine montags
13.30 – 15.00 Uhr |
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Dozent: Prof. Dr. Bernd Guggenberger Wer ist Ich? „Was, wenn alles nur eine Illusion wäre und nichts existiert? Dann hätte ich für meinen Teppich definitiv zu viel bezahlt.“ (Woody Allen) Wie entsteht mein Bewusstsein, und wer sagt mir, dass ich
ihm trauen kann? Und wer denkt eigentlich, wenn ich denke, dass ich denke?
Seit knapp fünf Jahrzehnten kristallisiert sich die Artificial Intelligence,
die Künstliche Intelligenz (oder einfach kurz und bündig: KI!)
immer unübersehbarer als eigener Schwerpunkt in der Wissenschaftslandschaft
heraus. 6 Termine mittwochs 16.45 – 17.45 Uhr, |
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Dozent: Prof. Dr. Norbert Kapferer Zwischen Kulturpessimismus und Fortschrittsoptimismus In keinem anderen Land prallen technologischer
Fortschrittsoptimismus
und technikkritischer Kulturpessimismus so hart aufeinander wie hierzulande.
Nirgendwo werden Kontroversen über High-Tech, Kernenergie, Computerwelten
etc. prinzipieller und leidenschaftlicher geführt und das
keineswegs nur in intellektuellen Zirkeln oder den Elfenbeintürmen
der Wissenschaft, sondern quer durch alle Bevölkerungsschichten.
Die Anti-AKW-Bewegung, die weltweit ihresgleichen sucht, hat hierzulande
längst den Charakter einer Volksbewegung. Programm 7 Termine,
montags 15.45 – 17.45 Uhr |
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Dozent: Peter Bülow Medienkritik 1 Zwar gewinnt das Internet an Bedeutung, doch die „traditionellen“ Massenmedien – und
dabei insbesondere das Fernsehen – spielen weiterhin die zentrale
Rolle bei der alltäglichen politischen Berichterstattung und
Meinungsbildung. Doch sind wir in der Lage, mit den immer raffinierter
sich präsentierenden Medienangeboten richtig umzugehen und
als mündige Bürger bei unserer Meinungsbildung das Heft
in der Hand zu behalten? 5 Termine: donnerstags 18.00 – 19.30
Uhr |
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Dozent: Peter Bülow Medienkritik 2 In „Medienkritik 2“ soll es um weitere Aspekte des Themas „Mediengesellschaft“ gehen,
z.B.: 5 Termine: dienstags 18.00 – 19.30 Uhr |
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Dozent: Dr. Andreas Meier Hermann Ehlers Im Wechsel von Vortrag und Seminargespräch verfolgen die Teilnehmer
in fünf Veranstaltungen, 5 Termine: montags 16.15 –17.45 Uhr, |
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Dozent: Dr. Werner Peters Abendvortrag und vertiefendes Folgeseminar Gemeinwohl-Ökonomie Es besteht inzwischen weitgehende Übereinstimmung darüber,
dass unser derzeitiges Wirtschaftsmodell nicht zukunftsfähig ist.
Aber was kann an seine Stelle treten, nachdem das Gegenmodell des Sozialismus/Kommunismus
so grandios gescheitert ist? Es ist wohl auch mit einem sogenannten „Dritten
Weg“, einer Neuauflage der Sozialdemokratie oder der sozialen
Marktwirtschaft, nicht getan. Wir müssen an die Wurzeln gehen:
die Tatsache nämlich, dass unsere angeblich alternativlose Wirtschafts-„Ordnung“ auf
menschlichen Verhaltensweisen aufbaut, die den Werten, die die Menschen
in ihrem privaten Umgang, in der Familie, in der Gemeinschaft pflegen,
diametral entgegengesetzt sind. Ablauf: Abendvortrag mit Diskussion, Freitag 25.11.2011, 18.15 bis
19.45 Uhr. Vertiefendes Seminar am Samstag 26.11.2011, 10.00 bis 13.00
Uhr. |
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Dozent: Dr. Werner Peters Abendvortrag und vertiefendes Folgeseminar Das Ende der Volksparteien? Jahrzehntelang haben CDU/CSU und SPD – als breites
Sammelbecken der bürgerlich-konservativen wie der eher sozial-fortschrittlich
orientierten Menschen – einen Großteil der Stimmbürger
bei den Wahlen auf sich vereinigt. Seit einigen Jahren erodiert diese
Basis sowohl bei Wahlen als auch bei der eigenen Mitgliedschaft.
Zwar teilen sie weiterhin fast überall im Land die Macht untereinander
auf, aber ihren Anspruch, die Mehrheit der Bürger politisch zu vertreten,
können sie ernsthaft nicht mehr aufrechterhalten. Die Wählerschaft
ist mobil geworden – der neue, heiß umworbene „König“ ist
der Wechselwähler. Hinzu kommt das Phänomen der rasch anwachsenden
Zahl bewusster Nicht-Wähler, die sich dem politischen Prozess nicht
aus Desinteresse entziehen, sondern weil sie spüren, dass sie von
keiner Partei mehr vertreten werden. Eine der Ursachen für den Zerfallsprozess
der Volksparteien ist zweifellos die allgemeine „Enthomogenisierung“ der
deutschen Gesellschaft seit dem Beginn der Siebzigerjahre, die sich
auch auf den Typ der Volksparteien auswirken musste. Ein anderer Grund
ist aber sicher auch bei den Parteien selbst zu suchen, die auf die zunehmende
politische Wachsamkeit und Kritikfähigkeit der Bürger nicht
adäquat reagieren. |
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Dozent: Prof. Dr. Bernd Guggenberger Die neue Macht der Minderheit: „Stuttgart 21“ belehrt uns – wie „Gorleben“ und
andere nicht befriedbare Konfliktszenarien – aufs Neue über
die Grenzen der Mehrheitsdemokratie angesichts irreversibler großtechnischer
Entscheidungen der Politik; aber eben auch über die neue Macht
einmischungsbereiter, hochgradig motivierter Minderheiten. Was uns „Stuttgart
21“ aber darüber hinaus vor Augen rückt: Die Volksparteien
sind nicht mehr, was sie einmal waren. Themen im einzelnen sind: 8 Termine mittwochs 16.15 – 17.45 Uhr, |
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Dozent: Prof. Dr. Norbert Kapferer Die „Schurkenstaaten“ und der Weltfrieden – oder: Wie gefährlich sind der Iran und und Nordkorea? In diesem Seminar wird es darum gehen, neue Feindbilder in der internationalen Politik seit dem Ende des Ost-West Konflikts zu diskutieren und kritisch zu hinterfragen. Vielfach ist in diesem Zusammenhang von sogenannten „Schurkenstaaten“ die Rede. Dies gilt insbesondere für die amerikanische Debatte. Zu diesen als „Schurkenstaaten“ diffamierten Ländern gehören der islamisch regierte Iran und das kommunistische Nordkorea wegen des angestrebten oder eingestandenen Besitzes von Kernwaffen und vermuteter Unterstützung des internationalen Terrorismus. Wie berechtigt aber sind derartige Vermutungen, und bedrohen diese Staaten wirklich den Weltfrieden ? PROGRAMM 7 Termine freitags 18.00 – 20.00 Uhr |
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Dozent: Dr. Werner Peters Abendvortrag und vertiefendes Folgeseminar Die USA – Als nach acht bleiernen Jahren unter George W. Bush Obama zum neuen amerikanischen Präsidenten gewählt wurde, atmeten Europa und die Welt – zum Großteil aber auch die Amerikaner selbst – auf, in der Hoffnung, dass nun die Ära eines im Inneren liberaleren und sozialeren und außenpolitisch weniger aggressiven Amerika angebrochen sei. Diese Erwartungen wurden sehr schnell enttäuscht. Das lag weniger an der Person des neuen Präsidenten, der zumindest am Anfang versuchte, den Erwartungen und Versprechen nachzukommen; es lag vor allem an der tiefen Gespaltenheit des Landes, die sich gegenwärtig in der geradezu fanatischen Opposition eines sehr lautstarken und einflussreichen Teils der Gesellschaft gegen jedwede politische Initiative des Präsidenten manifestiert und mit den erdrutschartigen Verlusten bei den Zwischenwahlen mittlerweile auch seine Handlungsfähigkeit immer weiter beschneidet. Zurzeit befindet sich die amerikanische Regierung schon mitten in der Vorwahlkampfphase für die kommende Präsidentschaftswahl, in der Opposition und Konfrontation sich weiter aufheizen; und dies alles im Rahmen der schwersten Wirtschaftskrise, die das Land seit dem Ende der großen Depression durchmacht! Haben die USA im gegenwärtigen Zeitraum überhaupt eine Chance, wieder zu einer Art von Gemeinschaft zurückzufinden, oder sind sie dabei, sich in wütender Verbissenheit selbst zu zerfleischen? Ablauf: |
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Dozent: Gottfried Meyer-Thoss Leibniz’ Theatrum Naturale et Artis Mit Gottfried Wilhelm Leibniz’ (1646 – 1716) frühen Ideen, ein „Theater der Natur und Kunst“ sowie einen „Atlas der Einbildungskraft“ zu formulieren, wird sich das Seminar – nach einer Einführung in seine Philosophie – beschäftigen. Leibniz komplexe Denkfiguren und Aktivitäten (u. a. als Mathematiker, Rechtsgelehrter, Physiker, Politiker, Theologe, Geschichts- und Sprachforscher) werden in einen neuen Rahmen gestellt, in dem Materialien der jüngsten Bände der Akademie-Ausgabe gesichtet werden, die Leibniz’ „Wertschätzung der tastenden und zeichnenden Hand und des durch Museen und Theater geschulten Auges einbeziehen und eine Grundlage der Erkenntnis und der Begriffsbildung boten“. Dieser Aspekt erweitert das Panorama seiner Philosophie, weil es „die Kluft zwischen Kalkül und Anschauung, sowie der Fensterlosigkeit der Monade und der körperlichen Form ihrer Perzeptionsweisen zugleich vertieft und überbrückt“. Literaturhinweise: 6 Termine freitags 19.00 – 21.00 Uhr |
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Dozent: Gottfried Meyer-Thoss Fortuna und Kalkül – Poesie und Mathematik „Von der Gaußschen Normalverteilung bis zur Monte-Carlo-Methode, von den großen Vermutungen und Hypothesen der epochalen Mathematiker über Wettervorhersage und Versicherungsmathematik bis zur Prognose von Aktienkursen samt ihrem Scheitern, schließlich zum Begriff des Unendlichen“ sowie verwandten Musterbildungen in Geometrie und Text führt der leicht vermessene, im besten Sinn: kurzweilige Parcours. Oswald Eggers „Diskrete Stetigkeit“ und „Zwei mathematische Belustigungen“ von Hans Magnus Enzensberger werden dabei die vorrangigen Lektüren sein, mit denen eine genauso geländegängige wie tastende Erkundung und Durchquerung der Geschichte der Mathematik unternommen werden soll. Literaturhinweise: 6 Termine montags 19.00 – 21.00 Uhr |
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Lars Eidinger, Foto: Jan Versweyveld |
Dozent: Gottfried Meyer-Thoss Preludes & Nocturnes I Einführungen und Nachträge Eingeführt wird in einige der aktuellen Produktionen der Berliner Schaubühne, die wir, nach Absprache gemeinsam besuchen; Nachträge sind mit beteiligten Akteuren – Regisseuren, Dramaturgen, Schauspieler/Innen, Sänger/Innen – vorgesehen. Schaubühne Berlin: Vorbesprechungstermin: Freitag 18.11.2011;
17.00 – 19.00 Uhr |
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Staatsoper Berlin: Aus einem Totenhaus Foto: Jan Versweyveld |
Dozent: Gottfried Meyer-Thoss Preludes & Nocturnes II Einführungen und Nachbetrachtungen Eingeführt wird in einige der aktuellen Produktionen der Berliner Schaubühne, die wir, nach Absprache gemeinsam besuchen; Nachträge sind mit beteiligten Akteuren – Regisseuren, Dramaturgen, Schauspieler/Innen, Sänger/Innen – vorgesehen. Staatsoper Berlin: Einführungstermin: Freitag 02.03.2012;
17.00 – 19.00 Uhr |
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Dozentin: Elisabetta Abbondanza Formen der Lyrik Gedichte-Schreiben muss nicht nur in der einsamen Kammer geschehen. Gedichte sind eine (wenn auch sehr besondere) Form des Dialogs: mit sich, Freunden, Welt- und Zeitgenossen und mit anderen Gedichten. Dieser Schreibkurs teilt sich in einen ersten Durchgang, in dem Formenlehre und Metrik behandelt und bekannte und weniger bekannte Gedichte, sowie ausgewählte Texte zur Lyrik gelesen und kommentiert werden; daran schließt sich ein zweiter Teil mit Recherche und Schreibübungen an, die das Verfassen von Gedichten als Prozess inspirieren, begleiten und abschließen. Die dabei entstandenen Gedichte werden im Kurs vorgetragen und besprochen. Anschließend werden Möglichkeiten der Veröffentlichung erörtert. 10 Termine donnerstags 18.45 – 20.15 Uhr |
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Dozentin: Elisabetta Abbondanza Prosa Schreiben Dieser Kurs richtet sich an Schreibende und Schreibinteressierte,
die ihre kreative Ader neu entdecken oder ihr Schreibvermögen
literarisch weiter entfalten wollen. 10 Termine dienstags 18.45 – 20.15 Uhr |
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